FDP.Die Liberalen
Oberrieden
Kanton Zürich
06.02.2018

Ein Steuerpaket tut Not!

Kanton Zürich verliert an Boden

Bei der Steuerattraktivität hat der Kanton Zürich in den letzten Jahren weiter an Boden verloren.  Um die steuerliche Attraktivität des Kantons Zürich mindestens zu halten oder zu verbessern, lancierte die FDP Kantonsratsfraktion ein Vorstosssteuerpaket. Im Fokus dabei stehen die Einkommensbesteuerung, die Vermögensbesteuerung und die Besteuerung des Kapitalbezugs.

Mittelstandsinitiative der Jungfreisinnigen

Die von den FDP Delegierten unterstützte Volksinitiative der Jungfreisinnigen befindet sich in der parlamentarischen Beratung. Der Regierungsrat lehnt den Vorstoss mit der Begründung hoher Steuerausfälle für Kanton und Gemeinden ab. Dies greift aber zu kurz. Gerade Personen mit hohem und sehr hohem Einkommen sind – wie die meisten Unternehmen – mobil und treffen immer wieder von neuem einen Standortentscheid. Die Steuerbelastung spielt dabei eine wichtige Rolle. Die negative Entwicklung des Ressourcenindex für den Kanton Zürich im Kantonsvergleich belegt, einen schleichenden, stillen Exodus guter und sehr guter Steuerzahler

Senkung der Vermögenssteuersätze

Während der Budgetdebatte im Dezember 2017 haben FDP, SVP und CVP eine Parlamentarische Initiative zur Senkung der Vermögenssteuersätze mit höheren Freibeträgen und einem Höchstsatz von 2 Promille (aktuell 3 Promille) eingereicht

Senkung der Besteuerung beim Kapitalbezug

Bereits in der parlamentarischen Beratung befindet sich ein weiterer FDP-Vorstoss (mit SVP und BDP), der den Kapitalbezug in Zusammenhang mit der Pensionierung, dem Übertritt in die Selbständigkeit oder der Auswanderung attraktiver machen soll.

Die Kantonsratsfraktion möchte weiter die Erbschafts- und Schenkungssteuer verbessern, die Aufwandbesteuerung für sehr vermögende Ausländer ohne Erwerbstätigkeit für neues Steuersubstrat zur Kompensation von Ausfällen in anderen Bereichen wiedereinführen.

Dank einer dringlichen Interpellation durch die bürgerlichen Parteien unter Federführung der FDP wurde auch die Bewertung von Start-ups verbessert. Die von der Finanzdirektion festgesetzten neuen Grundsätze entschärfen nun die steuerlichen Belastungen der Gründeraktionäre während der Aufbauphase und bei Finanzierungsrunden.

Das FDP-Vorstosssteuerpaket geht differenziert an die steuerlichen Missstände im Kanton Zürich heran. Entscheidend wird es sein, die Steuerattraktivität für die besten 30% der Steuerkunden, die für 80% der Steuererträge aufkommen, zu erhöhen. Das ist keine Klientelpolitik, sondern zugunsten aller. Ziehen die besten Steuerzahlenden nämlich weg oder kommen keine neuen in den Kanton Zürich, dann hat der Rest der Bevölkerung, inklusive der breite Mittelstand, die Zeche zu berappen. Für unser Unterfangen braucht es am Schluss Mehrheiten. Zuerst im Parlament, und abschliessend bei der Bevölkerung. Dafür kämpfen wir.

Den vollständigen Artikel, welcher im aktuellen Zürcher Freisinn auf Seite 6 erschienen ist, finden Sie hier!